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Informationen für Patienten: Stress-Echo (Stressechokardiographie)

Gelegentlich ist ein Belastungs-EKG nicht ausssagefähig genug, um die Frage von Durchblutungs-Störungen des Herzmuskels abzuklären.

Bei der Stressechokardiographie wird das Herz durch eine physikalische (Fahrradergometrie) oder pharmakologischen Belastung (Injektion eines Medikamentes) zu einem schnelleren Herzschlag angeregt. Wenn ein Herzkranzgefäß verengt ist, bekommt der Herzmuskel bei schnellerem Herzschlag nicht ausreichend Sauerstoff, dies ist in der Echokardiographie sichtbar in Form einer verminderten Bewegung des betroffenen Herzwandabschnittes.

Warum soll ein Stressecho durchgeführt werden?

Die Durchblutungsstörung des Herzens (Koronare Herzerkrankung) ist eine der häufigsten Todesursachen, der Herzinfarkt ist eine Folge der Koronaren Herzerkrankung.

Die Darstellung der Herzkranzgefäße ist durch eine Katheteruntersuchung mit Röntgenverfahren möglich. Von daher ist diese Untersuchung nur bei wenigen Patienten mit begründetem Verdacht auf Koronare Herzkrankheit angebracht.

Zur Entscheidung, ob eine Durchblutungsstörung des Herzens vorliegt, eignet sich sehr gut die Stressechokardiographie. Hierbei wird das Herz vom Arzt mit Ultraschall gefilmt - ohne Röntgenstrahlung, in Ruhe und unter Belastung, beim Fahrradfahren oder nach intravenös gespritzten Medikamenten.

Bedeutsame Durchblutungsstörungen des Herzens können somit gut erkannt werden. Dies ist wissenschaftlich seit Jahren belegt und wird auch durch eine neuere, umfangreiche Untersuchung des Kardiologen Dr. R. Leischik bestätigt:

Patienten mit unauffälliger Stressechokardiographie haben eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, im nächsten Jahr einen Herzinfarkt zu erleiden: nur 0,2 %.

Im Gegensatz hierzu werden beim Belastungs-EKG Durchblutungsstörungen des Herzens in bis zu 30 % nicht erkannt.

Kardiologen können somit bei unauffälliger Untersuchung (SE negativ), dem Patienten eine größtmögliche Sicherheit geben bezüglich der eventuellen Bedrohung durch einen Herzinfarkt. Ganz entscheidend sind Erfahrung und Trainingsgrad des Arztes. Wir führen diese Untersuchung seit vielen Jahren regelmäßig durch.

Ein Stress-Echo dauert mit Auswertung in der Regel etwa 30 Minuten.